Der Mensch verbringt 90 % seines Lebens in Innenräumen. Wir geben Ihnen 7 einfach umzusetzende Tipps, wie man in den heißen Sommermonaten der flimmernden Hitze in Innenräumen entkommen kann.

Klimageräte und Ventilatoren

verbessern den Komfortlevel bei der Arbeit und die Schlafqualität bei Hitzenächten. Ein qualitatives Klimaanlagen-System hilft des Weiteren externe Allergene, wie z.B. Pollen auszuschließen. Vorausgesetzt, die Klimaanlageninstallation ist gut, gut gewartet und mit hochwertigen Filtern ausgestattet.

 „Wenn Sie empfindlich sind, beachten Sie beim Einsatz von Ventilatoren oder Klimageräten, dass Sie sich nicht dem direkten Luftzug aussetzen. Dies mag anfangs angenehm erscheinen, ist aber oft mit Verspannungen und Verkühlungen verbunden“ rät Harry Tischhauser, MeineRaumluft Schweiz.

Ein Ventilator sorgt dafür, dass frische Luft in den Raum gelangt. Ist es draußen noch kühl, sollte er in der Nähe eines Fensters mit der Rückseite nach außen, damit der Vorderseite in den Raum zeigend aufgestellt werden.

Kann man sich von der Außenluft keine Abkühlung mehr erwarten, kann der Ventilator kühlere Luft von einem anderen Zimmer oder Gang in den Raum bewegen. Der Ventilator sollte dabei möglichst in der Nähe der Tür stehen und mit der Vorderseite in den Raum zeigen, in dem man sich befindet.

Sonnenschutz und Abdunkeln

Fenster sind eine Hitzefalle. Der äußere Sonnenschutz ist daher eine der besten Methoden, um Innenräume kühl zu halten. Außen liegende Beschattung reduziert die Sonneneinstrahlung um bis zu 75 %, ein innenliegender Schutz nur um bis zu 25 %. Wenn das Sonnenlicht durch die Scheibe kommt, wandeln sich Teile seiner Energie im Raum in Wärme um. Lassen Sie unter Tags daher die Rollläden runter, machen Sie die Vorhänge oder Jalousien zu oder wenn Sie nichts dergleichen haben, verhängen Sie die Fenster außen mit einem hellen Stoff.

Richtig lüften

Lüften Sie dann, wenn die Außentemperatur absinkt. Also am besten am frühen Morgen oder am späten Abend die Fenster öffnen und die kühlere Außenluft hineinlassen. Am besten wirkt die Querlüftung: gegenüber liegendem Fenster ganz öffnen und für mehrere Minuten einen Durchzug erzeugen.

Innere Wärmequellen reduzieren

„Bemühungen, die Hitze in Innenräumen zu reduzieren sind sinnlos, wenn Sie im Raum selbst entsprechende Wärme erzeugen“ führt Peter Skala, MeineRaumluft, den Kampf gegen Hitzestaus in den eigenen vier Wänden aus. Langes Kochen, Braten aber auch technische Geräte wie Computer oder Fernseher und Deckenstrahler geben Strahlungswärme an die Innenraumluft ab und führen so zu überhöhten Temperaturen. Energiesparlampen geben im Gegensatz zu Glühbirnen nahezu keine Wärme ab.

Feuchte Wäsche

Hängen Sie Ihre Wäsche zum Trocknen im Freien auf. Denn durch das Trocknen der Wäsche erhöht sich die Luftfeuchtigkeit und die Hitze fühlt sich noch wärmer an.

Angepasste Ernährung

„Aber nicht nur Maßnahmen zur Reduktion der Innenraumtemperatur helfen, die Hitze in Räumen erträglich zu machen“. Auch das Ernährungsverhalten spielt eine Rolle“, ergänzt Skala, MeineRaumluft, die Maßnahmen. Da die Hitze unseren Körper noch mehr in Anspruch nimmt wie sonst, belasten Sie ihn nicht mit schwer verdaubaren und kalorienreichen Lebensmitteln, Getränken oder Alkohol. Essen und trinken Sie lieber leicht verdaubare Speisen und Getränke und vermeiden Sie scharfe Gerichte. Im Sommer ist es sehr wichtig, den Flüssigkeitsverlust zu kompensieren – das heißt, viel, viel Wasser trinken.

Guter Schlaf trotz großer Hitze

Tragen Sie in der Nacht einen dünnen Pyjama, ein Nachthemd oder auch einen kurzärmeligen und beinfreien Schlafanzug, der mehr Luft an den Körper lässt. Die Bettwäsche sollten aus hygienischen Gründen öfters gewechselt werden als in kühleren Monaten. Kühlende Seide und Leinen sind gute Stoffe für die Haut im Hochsommer. Und: Einfach kurz vorm schlafen gehen warm duschen. Durch die warme Dusche öffnen sich die Hautporen und die Körperhitze kann entweichen. Dadurch sink die Körperwärme und man fühlt sich zudem entspannt!

 Kostenfreier Leitfaden zum Download

Weitere vertiefende Informationen und mehr Tipps hat die unabhängige Plattform MeineRaumluft.at in ihrem „Leitfaden für eine gesunde Raumluft“ zusammengestellt. Der Leitfaden steht kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Jetzt anmelden zur Raumluft-Messkampagne!

Die unabhängige Plattform „MeineRaumluft.ch“ ruft Unternehmen in der Schweiz
dazu auf, sich an einer einzigartigen Aktion für Raumluftmessungen zu beteiligen.
Dabei können kostenfrei Messgeräte angefordert werden, die CO2, Luftfeuchtigkeit
und Raumtemperatur erfassen. Diese Werte stellen gute Indikatoren für die
Beurteilung der Raumluftqualität dar.

Jedes Messgerät wird jeweils für eine Woche in einem Büroraum aufgestellt. 
Das Messprotokoll können Sie hier herunterladen und muss
auf dem Desktop der verantwortlichen Person im Unternehmen
gespeichert werden. Darin werden die möglichst stündlich
abgelesenen Messwerte eingetragen, mindestens 6x pro Tag an 5 Tagen.
Danach das Messprotokoll bitte zur Auswertung an
office@MeineRaumluft.ch retournieren. Die Daten werden in
anonymisierter Form von Studenten der Hochschule Luzern statistisch
ausgewertet.


Anmeldung zur Teilnahme ab sofort auf unserer Anmeldeseite.

Weiteres Info-Material wie das Raumluftprotokoll und Anleitungen finden Sie in unserem Download-Bereich.

Nachfrage nach Raumluftgeräten – Berner Zeitung mit Fachkommentar von Harry Tischhauser.

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In vielen Büros sind die richtige Luftfeuchtigkeit und frische Luft leider immer noch viel zu selten, obwohl diese Faktoren massgeblich das Wohlbefinden der Angestellten betreffen. Im Interview verrät Dr. Stephanie Taylor von der Harvard Medical School, wie die Gesundheit und Produktivität der Beschäftigten von diesen beiden Faktoren beeinflusst wird.

Büroblog Schweiz: Frau Dr. Taylor, Luftfeuchtigkeit ist ein entscheidender Faktor bei der Übertragung von Viren. Wie haben Sie das herausgefunden?

Dr. Stephanie Taylor: Mit dem Einfluss der Luftfeuchtigkeit auf die Verbreitung von Viren habe ich mich erstmals im Jahr 2013 befasst. Damals untersuchte ich, wie sich Infektionen in neuen Krankenhäusern verbreiten. Dafür kamen verschiedene Faktoren infrage. So entdeckte ich, dass Infektionsrate und Luftfeuchtigkeit in den Patientenzimmern äusserst stark miteinander korrelieren. Zunächst war ich skeptisch, doch durch weitere Forschungen in Pflegeheimen und Schulen liess sich dieser Zusammenhang letztlich bestätigen. 

In vielen Büros sind die richtige Luftfeuchtigkeit und frische Luft leider immer noch viel zu selten, obwohl diese Faktoren massgeblich das Wohlbefinden der Angestellten betreffen. Im Interview verrät Dr. Stephanie Taylor von der Harvard Medical School, wie die Gesundheit und Produktivität der Beschäftigten von diesen beiden Faktoren beeinflusst wird.

Das Office wird häufig als Virenschleuder bezeichnet. Warum ist diese Erkenntnis besonder wichtig für Büroarbeitsplätze?

Büros zählen zu den öffentlichen Orten mit erhöhtem Infektionsrisiko. In Innenräumen ist die Luft oftmals deutlich trockener als im Freien, bedingt durch verschiedene Faktoren: Klimaanlagen, Heizungsluft oder Elektrogeräte wie Drucker oder Computer. Eine niedrige Raumluftfeuchtigkeit führt zu trockenen Augen sowie gereizten Schleimhäuten. Das mindert das Wohlbefinden der Beschäftigten und deren Produktivität. Gleichzeitig steigt das Risiko, sich mit Krankheitserregern anzustecken. Das ist im Büro besonders problematisch. Denn dort halten sich üblicherweise mehrere Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum im selben Raum auf, und sie atmen zwangsläufig die gleiche Luft ein. Fenster lassen sich oft nicht öffnen. Falls doch, wird vor allem in kühleren Jahreszeiten zu selten gelüftet. Zudem gehen viele Beschäftigte trotz eines Infekts zur Arbeit. Sie begegnen ihren Kollegen im Büro sowie auf dem Flur und fassen die gleichen Türklinken an.

Sie haben eine Petition initiiert, die an die WHO gerichtet ist. Was genau fordern Sie?

Die Petition 40to60RH fordert von der WHO eine Mindestgrenze für die Luftfeuchtigkeit in öffentlichen Gebäuden, um Atemwegsinfektionen zu reduzieren. Mehrere Immunbiologen, Mediziner sowie Unternehmen wie Airthings und Condair unterstützen die Petition. Durch die Covid-19-Pandemie wurde vielen erst bewusst, wie wichtig unser Anliegen ist. Die empfohlene Luftfeuchtigkeit beträgt zwischen 30 und 60 Prozent. Zwar gibt es bereits offizielle WHO-Richtlinien zur Raumluftqualität, die betreffen jedoch mehr die Verschmutzung oder den Schimmel. Eine Untergrenze für die Luftfeuchtigkeit ist allerdings noch nicht definiert. Bei einem Mindestwert müssten Baubehörden auf der ganzen Welt ihre Richtlinien aktualisieren und Gebäudeeigentümer sowie -betreiber die geeigneten Massnahmen zu dessen Einhaltung ergreifen. Denn ein optimales Raumklima fördert das Leben und die Gesundheit von Millionen von Menschen.

Das vollständige Interview

Das vollständige Interview lesen Sie hier im büroblog schweiz. Die Abbildung ist von Condair.

Es sind nicht die Technik oder das Mobiliar allein, welche ein produktives und angenehmes Arbeiten zu Hause beeinflusst. Weiterlesen

Das Deutsche Institut für moderne Büroarbeit DIMBA startet die Initiative PrimaBüroklima gemeinsam mit MeineRaumluft in Deutschland.

Das Thema Raumklima fristet im Bürobereich ein Schattendasein. Der Einfluss von Luftqualität, Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftgeschwindigkeit findet zu wenig Beachtung. Die Initiative PrimaBüroKlima möchte etwas dagegen tun. Um für eine stärkere Wahrnehmung des Themas Büroraumklima bei allen Beteiligten zu sorgen, wurde im August 2020 die Initiative PrimaBüroKlima gegründet.

Ins Leben gerufen hat die Initiative PrimaBüroKlima das Deutsche Institut für moderne Büroarbeit DIMBA in Kooperation mit unserer in der Schweiz und Österreich aktiven Plattform MeineRaumluft..

„Gemeinsam mit engagierten Partnern soll durch öffentlichkeitswirksame Aufklärungsarbeit bei Office-Workern, Geschäftsführungen und Einkäufern, Arbeitsschutz-, Sicherheits- und Gesundheitsbeauftragten, Bürofachhändlern und -planern, Architekten und Facility-Managern mit Bürobezug sowie Bauträgern ein Bewusstsein für raumklimatische Notwendigkeiten und Möglichkeiten geschaffen werden“, so Dr. Robert Nehring, Sprecher der Aktion PrimaBüroKlima

Dicke Luft im Büro und Home-Office

Dem Einfluss des Raumklimas auf Produktivität, Gesundheit und Wohlbefinden von Office-Workern kam bislang nicht die Bedeutung zu, die ihm gebührt. Zum Raumklima zählen Faktoren wie Luftqualität, Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftzirkulation. Es handelt sich bei ihnen um wesentliche Erfolgsfaktoren für unsere Arbeit. Dennoch werden sie in der Regel kaum beachtet.

Dabei ist Luft unser wichtigstes „Lebensmittel“. Täglich nehmen wir zwischen zwölf und 15 kg von ihr auf. Westeuropäer verbringen etwa 90 Prozent ihrer Lebenszeit in Innenräumen. In vielen Büros ist es aber oft zu trocken und zu warm oder zu kalt. Büroluft enthält häufig zu viele Schadstoffe und zu wenig Sauerstoff. Die Folge sind gesundheitliche Beeinträchtigungen wie das Office-Eye-Syndrom, Erkältungen, Virusinfektionen und Kopfschmerzen. Diese Probleme werden übrigens nicht nur in Firmenbüros verursacht, sondern genauso in Home-Offices und sogenannten dritten Orten wie Coworking-Spaces.

Gute Luft: Gute Arbeit!

Zu den Maßnahmen der Initiative gehören unter anderem die Veröffentlichung von Fachbeiträgen und Anzeigen in bürospezifischen Printmagazinen und Zeitungsbeilagen, das Betreiben der rundum informierenden Aktionswebsite PrimaBueroKlima.de, Messepräsenzen und Netzwerktreffen.

Von der Luftnummer zum Evergreen: Die Initiative will keine Luftschlösser bauen, sondern informieren, beraten und sich untereinander austauschen. Auf diese Weise soll dazu angeregt werden, in den hiesigen Büros für ein besseres Raumklima zu sorgen. Damit dort bald alle tief durchatmen können.

Kostenfreier Leitfaden zum Download

Weitere vertiefende Informationen und mehr Tipps haben wir in unserem „Leitfaden für eine gesunde Raumluft“ zusammengestellt. Der Leitfaden steht kostenfrei zum Download zur Verfügung.